Zusammenfassung Heimathaus Mörbisch
Als wir den kleinen Ort Mörbisch erreichen ist es bereits sehr heiß geworden. Der Himmel ist blau, die Oleanderbüsche leuchten in den schönsten Farben und die weißen Fassaden der Häuser blenden im Sonnenlicht. So auch die Wände des Heimathaus' Mörbisch, das wir schon bald entdecken werden.
Das Heimathaus Mörbisch mit Kindern
So viel schon vorab: Das Heimathaus Mörbisch ist ein wahrer Geheimtipp im Burgenland. Das Familienausflugsziel im Nordburgenland ist nur den wenigsten bekannt, hat uns aber auf Anhieb begeistert; und das gilt nicht nur für uns Großen. Auch unsere Kinder (beim Besuch 3 und 5 Jahre alt) haben sich hier rundum wohlgefühlt und eigenständig das alte Gebäude und dessen Einrichtung entdeckt. Ein wunderbarer Auftakt unseres Urlaubs mit Kindern mit der Burgenland-Card rund um Rust.
in Niederösterreich und dem Burgenland
Noch folgen wir aber langsam dem Weg in den Hof des kleinen Museums. Mein Blick schweift abwechselnd zu der weißen Fassade und dunkelgrünen Fensterläden des langestreckten Häuserkomplexes und den üppig blühenden Oleander, die dem Hofgassenhaus einen kräftigen rosa-pinken Farbtupfer verleihen. Bald bleibt mein Blick an den säulengeschmückten Eingang hängen. Dieser liegt, wie wir später erfahren werden, ganz klassisch erhöht im erste Geschoss.
Was das Heimathaus Mörbisch besonders macht
Als wir das Heimathaus betreten schlägt uns sofort angenehm kühle Luft entgegen. Frau Lehner, die uns heute durch das kleine Museum führen wird, empfängt uns herzlich. Schon im ersten Raum entdecken wir eine Küche und zahlreiche Gegenstände darauf. Doch bevor wir alles genauer inspizieren, erzählt Frau Lehner mehr über dieses Haus und was es so besonders macht.


Ein Stück UNESCO-Weltkulturerbe in Mörbisch
Das Heimatmuseum, oder besser das Haus, das es beherbergt, ist ein typisches Hofgassenhaus aus dem späten 19. Jahrhundert. Ein Haustyp, der in Mörbisch nicht unüblich war, oder eigentlich noch ist. Denn die Altstadt des burgenländischen Ortes beherbergt einige Hofgassenhäuser und wurde deswegen auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. WOW, denke ich mir, noch nie davon gehört. Besser spät als nie, denke ich außerdem, denn die Hausanlage ist absolut sehenswert. Die verschiedenen Gebäudeteile reihen sich aneinander, der langestreckte Innenhof erinnert tatsächlich an eine kleine Gasse. Was das Heimathaus außerdem ganz besonders macht: Es ist eines der wenigen Häuser, das beim großen Brand in Mörbisch unversehrt blieb.
Ein Museum zum Angreifen
Und so lassen wir uns von Frau Lehner in eine vergangenen Zeit mitnehmen. Wir erkunden gemeinsam die möblierten Räume des Hauses, hören mehr über die damalige Lebensweise, bestaunen die Trachten, klettern zum Schüttkasten, besichtigen den Weinkeller und lassen uns diverse Gerätschaften des damaligen Lebens erklären und vorführen. Dabei dürfen die Mädels durch die Gegend laufen, selbstständig die Räume entdecken und auch den ein oder anderen Gegenstand ausprobieren. Besonders das Butterfassl, die großen Weinfässer und die unterschiedlichen Schlafmöglichkeiten (die Bettlade!) faszinieren sie.






Geschichten über Geschichten aus vergangenen Zeiten
Ich bin wiederum ganz begeistert von all den Erzählungen. Immer wieder hat Frau Lehner Geschichten aus der damaligen Zeit parat. Sie erzählt uns beispielsweise über die Tradition des Hochzeitguglhupfs, dessen Rezept nebst zahlreichen Guglhupfformen auch ausgestellt ist, zeigt uns auf alten Fotografien ortsbekannte Persönlichkeiten und erklärt, was es mit den vielen Initialen auf all der Kleidung und den Gegenständen auf sich hat. So tauchen wir Schritt für Schritt weiter in die vergangene Zeit ein und bekommen eine vage Vorstellung, wie es damals in Mörbisch zugegangen sein muss.
Nach einer ausführlichen Tour schlendern wir zwischen den duftenden Oleander zurück zur Hauptstraße des Dorfes, das ja selbst eine kleine Entdeckungstour wert wäre.
Mein persönliches Fazit zum Heimathaus Mörbisch
Das Heimathaus Mörbisch ist ein abwechslungsreiches, kleines Museum, das Groß und Klein zum Entdecken einlädt. Das wunderschöne Hofgassenhaus ist schon für sich sehenswert, dazu gibt's sehr viele spannende Geschichten zur Region und viele Alltagsgegenstände zum selbst Ausprobieren.
FAQ - Häufig gestellte Fragen zum Heimathaus Mörbisch
Was ist das Heimathaus Mörbisch?
Das Heimathaus Mörbisch ist ein Museum, das in einem für Mörbisch typischen Hofgassenhaus aus dem 19. Jahrhundert untergebracht ist. Besucher können das Haus (inkl. Weinkeller, Dachboden und Wohnhaus) durchqueren und mehr über die damalige Zeit in Mörbisch erfahren.
Eignet sich das Heimathaus Mörbisch auch für Familien?
Ja, unbedingt. Das Museum zeichnet sich dadurch aus, dass viele Ausstattungsstücke auch ausprobiert werden dürfen. Das Erkunden des Hauses macht ebenfalls Spaß und die Damen, die uns durchs Haus geführt hat, war äußerst lieb im Umgang mit unseren Kindern.
Ab welchem Alter ist ein Besuch im Heimathaus Mörbisch möglich?
3 Jahre. Unsere Kinder waren bei unserem Besuch in dem Alter und es hat ihnen sehr gut gefallen. Der Platz zum Laufen, die kleine Größe des Museums und die vielen Dinge, die man ausprobieren kann, machen das Museum auch zum idealen Ausflugsziel für Kindergartenkinder.
Ist der Eintritt ins Heimathaus Mörbisch teuer?
Nein, das Heimathaus Mörbisch gehört zu den Gratis-Ausflugszielen für Kinder in NÖ, Wien und dem Burgenland (bis 10 Jahre), auch für Erwachsene ist der Preis mit 4,00 sehr moderat. Mit Burgenland-Card ist der Eintritt sogar kostenlos.
Ist das Heimathaus Mörbisch mit Kinderwagen befahrbar?
Nein, das Haus und die Nebengebäude sind über Treppen zugänglich.
Wie viel Zeit sollte ich für den Ausflug einplanen?
Mit Führung dauert die Besichtigung rund eine Stunde.
Sind Hunde im Heimathaus Mörbisch erlaubt?
Nein, Hunde sind im Heimathaus Mörbisch nicht erlaubt.
Gibt es weitere Ausflugsziele in der Nähe?
Gerade die Region um Rust steckt voller großartiger Ausflugsziele für Kinder. Wir haben das Nordburgenland im Rahmen eines Kurzurlaubs besichtigt und Ausflugsziele mit der Burgenland-Card entdeckt ("Familienurlaub mit der Burgenland-Card"). An heißen Sommertagen bietet sich auch ein Abschluss des Ausflugs im Seebad Mörbisch an. Ausflugsziele in der Nähe findest du auch ganz am Ende des Artikels.

Autorin Claudia Schlager
Autorin, Reisebloggerin & Fotografin aus Niederösterreich. In meiner Freizeit liebe ich es meine Heimat Niederösterreich und dessen Umgebung zu entdecken, besondere Orte kennenzulernen, Ausflugsziele mit meinen beiden Töchtern zu erkunden und die schönen Seiten des Landlebens zu genießen. Auf freets gebe ich Ausflugs- und Wandertipps für das östliche Österreich und berichte mit authentischen Erzählungen und stimmungsvollen Fotos über unsere Entdeckungen in Niederösterreich und Umgebung. Mit meinen beiden Kindern und meinem Mann lebe ich im südlichen Niederösterreich (Schneebergland).
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