Hund beim Wandern mit Rucksack und Wasserflasche

Hundstage! Spazierwege, die dir und deinem Hund Abkühlung verschaffen

Juli und August, da herrscht in Österreich meistens eines: Hitze. Obwohl es der Sommer 2016 rein Hitzewellentechnisch anscheinend gut mit uns meint, gibt es trotzdem einige Tage, die unerträglich heiß sind. Nicht nur für uns – sondern auch für unsere Haustiere. Speziell, für unsere Hunde, die ja trotzdem täglich raus müssen. Zum Glück gibt’s einige kühle Spazier- und Wanderwege, die für Herrl und Hund genügend Abkühlung bringen.

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Dass die Hundstage eigentlich nicht wirklich etwas mit Hitze, sondern mit Sternenkonstellationen, zu tun haben, ist wahrscheinlich den wenigsten bekannt. Verbinden wir doch alle – neben dem Film von Ulrich Seidl – diesen Begriff mit den richtig heißen Tagen. Den Tagen von 23. Juli bis 23. August. Wo brütende Hitze herrscht, alles nur noch pickt und die Sonne plötzlich zum Feind wird. Der einfach nicht verschwinden will. Tage, an denen man sich am liebsten im kühlen Haus (sofern man eines hat) verkriechen möchte, oder zu Freizeitdestinationen flieht, die Abkühlung bieten. Grundsätzlich eine gute Idee. Zumindest was uns betrifft. Was aber mit unseren Hunden machen? Die meistens eben nicht in besagte Höhle dürfen oder nicht einfach so ins Bad gehen können. Eine Möglichkeit: Du schnappst dir deinen Hund und begibst dich auf einen extra kühlen Spaziergang, für die extra Portion Abkühlung.

Die Johannesbachklamm in Würflach

Rund eine halbe Stunde dauert der Spaziergang durch die Johannesbachklamm in Würflach und wieder zurück. Eine kleine Runde also, die du hier mit deinem Hund zurücklegen kannst. Ideal natürlich, wenn du nicht allzu weit entfern wohnst, weil die Anfahrt natürlich auch für das Freizeitvergnügen stehen sollte. Ideal auch, weil du, wenn du in der Nähe wohnst, die Strecke dann als täglichen Spaziergang nützen kannst. Was diese Strecke im Sommer bzw. an heißen Tagen besonders auszeichnet? Schatten, kaum Sonne und Wasserzugang.

Denn entweder gehst du durch einen schattigen Wald, oder durch die enge Schlucht der Klamm. Ob Bäume oder Felsen, alle bieten dir die nötige Kühle und auch die Sonne verirrt sich erst sehr spät in die Klamm, wenn sie besonders tief steht. Nachdem du die Brücken überwunden hast gibt’s auch in der Nähe des Klammausgangs einige Möglichkeiten ans Wasser zu kommen – und da kann dein Hund dann ausgiebig „plantschen“.

PS.: Die Johannesbachklamm ist mittels Stege und Stiegen passierbar, die natürlich auch dein Hund meistern muss. Außerdem ist der Ort sehr gut besucht ist, du deinen Hund also (außer im Wasser) an der Leine halten.


Themenweg Wildwasser in Mariensee/Wechsel

Schon etwas abseits, am Fuße des Wechsels gelegen befindet sich der Wildwasserweg Mariensee. Genauer gesagt bei Mariensee am Wechsel. Entlang des Pöstlingbachs führt hier ein idyllischer Weg in Richtung Wasserfall, der den krönenden Abschluss des Wildwasserwegs bildet. Besagter Weg führt einerseits durch den Wald (Stichwort Schatten) und andererseits, wie schon erwähnt, entlang des Pöstlingbachs. Am Themenweg Wildwasser wirst du also kaum von Sonne, aber von viel Schatten und einer kühlen Brise des Pöstlingbachs begleitet.

Besonders beim Wasserfall ist besagte Brise erfrischend. Hier stürzen sich die Wassermassen des Bachs über Kaskaden rund 50 Meter in die Tiefe. In Mariensee, am Fuße des Wechsels und am Ufer des Pöstlingbachs kannst du also schön der Hitze entfliehen. Rund 1 ½ Stunden kannst du bei einem Spaziergang die Natur samt sattem Grün (das hier auch wenn es anders schon etwas verbrannt ist, hier noch richtig schön leuchtet) und die kühle Brise des Bachs genießen. Und du und dein Hund könnt euch auch natürlich entscheiden, einmal nicht über den Holzsteg den Bach zu überqueren, sondern einfach runter zu steigen. Die Schuhe auszuziehen und im erfrischendem sprudelnden Wasser zu waten. Herrlich!


Thayatal Wanderweg im Nationalpark Thayatal

Der Titel Wanderweg sagt schon, dass es sich bei diesem Tipp nicht um einen simplen Spaziertipp handelt, bei dem du kurz mal mit dem Hund rausgehen kannst. Nein, beim Thayatalwanderweg musst du schon etwas mehr Zeit einplanen, ist die Strecke doch knappe 10 Kilometer lang. Wanderung also, nicht Spaziergang. Aber trotzdem bei sommerlichen Temperaturen zu empfehlen. Obwohl du bei diversen Auf- und Abstiegen schon ins Schwitzen kommen kannst. Dennoch, auch hier gilt: ein Weg entlang des Wassers durch den Wald, das bringt einfach Abkühlung. Und immerhin ist es beim Thayatal Wanderweg nicht irgendein kleiner Bach, dem du da folgst, sondern die Thaya.

Trotz Nationalpark kannst du hier auch deinen Hund mitnehmen, immer gut angeleint versteht sich. Entlang schattiger Wege, durch Wälder und am Ufer der Thaya geht es also durch den Nationalpark. Dass die angenehme Frische an Hochsommertagen nur ein Vorteil ist, ist ebenso klar. Denn der Weg hat auch so jede Menge zu bieten. Eine fantastische Landschaft, eine reiche Artenvielfalt und großartige Ausblicke.


Abstecher ins Höllental

Zwischen Rax und Schneeberg, zwischen Schwarzau im Gebirge und Hirschwang erstreckt sich auf einer Länge von 16,7 Kilometern das Höllental. Das temperaturtechnisch seinen Namen absolut keine Ehre macht. Denn heiß geht’s hier nicht her, sonst hätte der Tipp auch nicht viel hier verloren. Dank den Gesteinsmassen von Schneeberg und Rax und dank der sich durchs Tal schlängelnden Schwarza gilt hier das Gegenteil: Das Höllental ist ein himmlischer Ort im Sommer. Und das gilt für alle, ob nun Hund oder Mensch.

Schon längst ist es kein Geheimtipp mehr, schon längst reihen sich die Autos entlang der Straße aneinander, schon längst haben zahlreiche Hitzeflüchtlinge das Tal für dich entdeckt. Aber 16,7 Kilometer sind ja bekanntlich lang und für einen kurzen oder längeren Abstecher zu kommen lohnt sich. Dafür spricht nicht nur die fantastische Abkühlung, die du hier erfahren kannst, sondern auch die landschaftliche Schönheit (das türkise Wasser und die Schotterbänke sprechen da ja schon Bände). Also nichts wie hin, Auto abstellen, ab zum Wasser und dich und deinen Hund so richtig abkühlen!


Naturlehrpfad Katzelsdorf

Auch unserer „neue“ Entdeckung – der Naturlehrpfad in Katzelsdorf – eignet sich optimal für Hunde und heiße Tage. Der rund 4km lange Rundweg führt durch die unberührte Natur der Leitha-Au. Anfangs spazierst du entlang des Mühlbachs, später erreichst du auch die Leitha, die sich natürlich auch für einen kurzen Sprung ins kühle Nass für deinen Vierbeiner eignet. Ein einfacher, abwechslungsreicher Weg ganz im Zeichen des Wasser.

Am Leitha Ursprung in Lanzenkirchen

Übrigens Leitha: Auch am Leitha Ursprung bei Lanzenkirchen, an dem Schwarza und Pitten zusammenfließen, gibt's wunderbare, schattige Spazierwege am Wasser. Sei es ein Stückchen neben dem Fluss, oder einfach mitten durch die vielen Schotterbänke und seichten Stellen. Einfach herrlich.

Leitha Ursprung bei Lanzenkirchen
Hund an der Leitha, Leitha Ursprung bei Lanzenkirchen