Blick vom Wanderweg auf die Lange Lacke

Wanderung um Lange Lacke: Naturerlebnis und Birdwatching am Neusiedler See

Die Lange Lacke ist die größte der insgesamt 40 salzhaltigen Lacken im Nationalpark Neusiedlersee–Seewinkel und gleichzeitig Heimat von über 100 verschiedenen Vogelarten. Bei einer Umrundung genießen Naturliebhaber:innen die einzigartige Landschaft des Nationalparks, die Stille der Natur und entdecken mit etwas Glück seltene Bewohner der Salzlacke.

Weite, Stille und glitzerndes Wasser in der Ferne, so beginne ich die Umrundung der Langen Lacke. Ab dem ersten Schritt bin ich fasziniert von der ganz eigenen Stimmung hier, die – obwohl nicht weit entfernt, so anders ist, als zuhause. Hier dominiert die Weite, die Blicke gehen gefühlt endlos in Richtung Horizont. Irgendwo dazwischen liegt der Neusiedlersee und 40 salzhaltige Lacken. Darunter die größte: die Lange Lacke.

 

Die Lange Lacke als Paradies für Vögel und Naturliebhaber:innen 

Heute möchte ich die salzhaltige Lacke auf einem rund zehn Kilometer langen Wanderweg umrunden und die einzigartige Naturlandschaft durchqueren. Da die Lange Lacke nur durch Regenwasser gespeist wird, variiert ihre Größe je nach Wasserstand von völlig ausgetrocknet bis zu mehr als 10km2. Je nach Trockenheit führt der Wanderweg demnach näher oder weiter entfernt vom Ufer entlang eben durch die Landschaft. 

Doch das Wasser ist nicht der einzige Grund, warum wir heute hier sind. Vielmehr sind es die über hundert verschiedenen Vogelarten, die hier leben. Darunter natürlich vor allem Wasservögel wie Löffler, Reiher, Blässhühner und Graugänse (letzte lassen sich übrigens vor allem im Herbst beim Gänsestrich besonders gut beobachten), aber auch in den umliegenden Wiesen fühlen sich beispielsweise Kiebitze oder Rotschenkel wohl. 

 

Wandern bei der Langen Lacke im Burgenland
Mohnblumenfeld, Lange Lacke

Einmal rund um die Lange Lacke wandern 

Motiviert beginnen wir unsere Wanderung um die Lange Lacke. Marschieren von einem Aussichtsturm zum nächsten, überblicken von oben die Landschaft, beobachten still und leise eine Gruppe Graugänse und ab und zu entdecken wir auch andere Vogelarten. Begeistert reichen wir den Feldstecher im Kreis herum, manch gut ausgerüstete Begleiter schaut durch das Spektiv.

Was wir zu sehen bekommen, wird mir bestimmt lange in Erinnerung bleiben. Mein erstes Mal Graugänse beispielsweise, aber auch die unberührte Landschaft. Die üppige Vegetation, die hier auf Grund des salzhaltigen Wassers anders und neu ist.  Der lila Wiesensalbei verzaubert mich bei unseren Besuch, im Juni erwarten Besucher rot leuchtende Mohnfelder und im Frühjahr Salzastern. Die Ziesel, die hier rund um die Lange Lacke leben, haben wir bei unserer Wanderung zwar nicht zu Gesicht bekommen, so erwartet uns aber vielleicht beim nächsten Mal dieses besondere Highlight.

Graugänse bei der Langen Lacke im Burgenland

Mein Fazit zur Wanderung um die Lange Lacke:

Naturerlebnis vom Feinsten. Nach 3,5 Stunden kommen wir wieder am Ausgangspunkt an. Etwas müde, zugegeben, aber glücklich. Voller neuer Eindrücke und ungewohnten Beobachtungen; und auch wenn ich bei meinem ersten Besuch gar nicht so interessiert am „Birden“ war, hat mir die Route und die Entdeckungen entlang des Wegs wirklich gut gefallen. Wir kommen jedenfalls wieder. 

 

Weitere Tipps

  • Parkplätze sind beim Nationalparksktüberl ausreichend vorhanden. Hier kann man am Ende auch einkehren.

  • Der Weg ist mit Rad und Kinderwagen befahrbar.

  • Auf der Website des Nationalparks Neusiedlersee – Seewinkel gibt es Fotos und nähere Informationen, was es hier alles zu sehen gibt.

Besucherinfos
Adresse:Parkplatz Lange Lacke, 7143 Apetlon
Länge :rund 10km
Dauer:3 - 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad:leicht
Zuletzt gewandert:Juni 2015
Claudia Schlager

Autorin Claudia Schlager

Reise-, Ausflugs- und Fotoenthusiast, Storyteller, 2fache Mädchenmama, Kunsthistorikerin, Genussmensch und Naturliebhaberin aus dem südlichen Niederösterreich. Mit freets verbinde ich seit 2015 einen Großteil meiner Leidenschaften und gebe regelmäßig Einblick in meine kleinen und großen Entdeckungen.